Koala Filmz ergattert sich für seine Leistungen und sein Fleiß den Prestige Awards 2021/22.

In der Kategorie "Videographer of the Year".

Die Corporate Livewire Prestige Awards würdigen kleine und mittlere Unternehmen, die sich in den letzten 12 Monaten als die Besten auf ihrem Markt erwiesen haben.

HIPE AWARD zeichnet herausragende Dienstleister aus und gilt als die wichtigste Auszeichnung im Dienstleistungssektor. Als Preisträger zählst du nicht nur zu den exzellenten Dienstleistern deiner Branche, sondern ermöglichst auch deinen Kunden und Partnern, den enormen Mehrwert, den du leistest, zu erkennen. 

Koala Filmz wurde mit dem Hipe Award 2021 ausgezeichnet.





WAIBLINGEN

Filmemacher Gianluca Mauro aus Waiblingen arbeitet mit Stars wie KC Rebell und träumt von Netflix

 

Ist man ohne Ausbildung oder Studium chancenlos? Nicht unbedingt. Gianluca Mauro aus Waiblingen zeigt, dass man auch anders erfolgreich sein kann. Das Wichtigste sei, Ziele und Träume zu haben, sagt der Filmemacher: „Wer an sich selbst glaubt, kann alles schaffen.“

 

Der 32-jährige Videoproduzent dreht vor allem Musikvideos und Imagefilme, zu seinen Kunden gehören unter anderem Stars wie KC Rebell, Kollegah und Farid Bang sowie Unternehmen wie Porsche und Puma. Koala Filmz heißt sein Label, das er vor sieben Jahren gegründet hat und das vor wenigen Wochen mit dem High Performance Award als Top-Dienstleister ausgezeichnet wurde. Und das alles, obwohl Mauro nie eine Ausbildung gemacht hat.

 

Gianluca Mauros einzige Leidenschaft war der eigene Rap

Nach einem mäßigen Hauptschulabschluss hatte er keinen rechten Plan, jobbte hier und da, von der Post bis zum Online-Handel war alles dabei. Das Einzige, was er damals mit großer Leidenschaft machte, war eigener Rap.

 

Bei einem Videodreh für einen seiner Songs entdeckte er die Faszination des Filmemachens und dachte sich, dass sich damit gutes Geld verdienen lassen könnte. Zunächst drehte er nur selbst seine eigenen Videos, mit der Zeit arbeitete er sich immer tiefer in die Materie ein. „Für mich war klar, ich will erfolgreicher Filmemacher werden.“

 

Erstes Studio in einer ehemaligen Toilette 

Seine Mutter unterstützte die Pläne vorbehaltlos und glaubte an ihren Sohn. Von den meisten anderen wurde er hingegen nur müde belächelt. Doch davon ließ sich Mauro nicht abbringen. Autodidaktisch eignete er sich nicht nur den professionellen Umgang mit der Kamera an, sondern auch seine Kenntnisse in Videoschnitt und Bildbearbeitung. Wer etwas erreichen will, braucht natürlich nicht nur ein Ziel, sondern muss auch bereit sein, viel Zeit und Energie zu investieren: „Ich hatte praktisch keine Freizeit mehr, Parties waren gestrichen.“

 

Sein erstes Studio richtete er sich in einer ehemaligen Herrentoilette ein, die Toilettenschüsseln, Pissoirs und Waschbecken flexte er einfach selber raus, bevor er nach einigen Monaten einen anderen Raum fand. Bis heute hat er sein kleines Studio in der Heerstraße unweit des Remsparks.

 

Der Traum, in den USA zu drehen, ist durch die Corona-Pandemie vorerst geplatzt

Daran will Gianluca Mauro auch nichts ändern: „Ich bin im Herzen Waiblinger, auch wenn es toll ist, durch meine Filmprojekte in ganz Deutschland und Europa herumzukommen.“ Den Traum, einmal in den USA zu drehen, verhagelte die Corona-Pandemie: „Am 11. März 2020 sollte mein Flieger nach Texas gehen, am selben Tag wurden die Grenzen geschlossen“, erzählt Mauro. Die Corona-Krise habe er trotz aller Schwierigkeiten fürs Geschäft als Chance begriffen und seinen Kunden Angebote gemacht und mit Rabatten gelockt. So sei er relativ gut durch die Krise gekommen, sagt der Waiblinger.

 

Mit Kamera und Drohne auf dem Kappelberg bei Fellbach

Kamera und Drohne begleiten ihn nicht nur im Berufsleben: „Ich liebe es, Aufnahmen von allem zu machen, das mir gefällt.“ Das können die Legosteine seines achtjährigen Sohnes sein, die Küstenlandschaft Siziliens oder auch der Kappelberg, wo er oft und gerne mit seinem Kind oder seiner Mutter spazieren geht. Die Natur zu erleben und aus der Vogelperspektive einmal einen ganz anderen Blick auf seine Heimat zu werfen, ist ihm wichtig.

 

In der Natur tankt er auch Kraft, um neue Ziele zu verwirklichen, denn Mauro hat Großes vor: „Ich träume davon, eine Serie für Netflix oder einen Kinofilm zu produzieren.“

  

ZVW/Annina Baur

Foto: © Benjamin Büttner